Beispiele die Wege zeigen
Ammertalbahn Tübingen - Herrenberg

 

Seit dem 1. August 1999 verkehren auf der 22 Kilometer langen Ammertalbahn Tübingen - Herrenberg erstmals seit 1966 wieder durchgehende Züge. Nach einer Modernisierung der Ammertalbahn nutzen rund 6.000 Fahrgäste täglich das attraktive Fahrplanangebot.

ammertal_xbf_m.jpg (20504 Byte)Die im Jahr 1910 eröffnete Ammertalbahn liegt südlich von Stuttgart und ist eine von von vielen stillgelegten Strecken die seit 1996 in Baden-Württemberg reaktiviert wurden. Am 25. September 1966 wurde der Zugverkehr zwischen Gültstein und Herrenberg aus technischen Gründen "bis auf Weiteres" eingestellt, da die Deutsche Bundesbahn die Kosten in Höhe von 600.000 DM für eine Sanierung nicht tragen wollte. Der 3,9 Kilometer lange Abschnitt wurde im Jahr 1973 abgebaut. Ebenfalls 1966 erfolgte die Einstellung des Personenverkehrs auf dem Abschnitt Gültstein - Entringen. Daraufhin gründeten die Landkreise Böblingen und Tübingen, die Anliegergemeinden sowie engagierte Bürger die "Aktionsgemeinschaft zur Erhaltung der Ammertalbahn". Zwischen Gültstein und Entringen fuhren nur noch Güterzüge sowie gelegentlich Dampfsonderzüge. Der Restabschnitt Entringen - Tübingen wurde bis 30. Juli 1999 nur noch von fünf Zugpaaren pro Tag befahren.

Ein Gutachten, das 1991 im Auftrag des Tübinger Kreistages erstellt wurde, fiel zugunsten eines Weiterbetriebes der Ammertalbahn aus. Im März 1994 kaufte der Landkreis Tübingen die Ammertalbahn zu einem symbolischen Preis von 1,- DM zzgl. MwSt von der Deutschen Bahn AG. Ein Jahr später erfolgte die Gründung des "Zweckverbandes ÖPNV im Ammertal (ZÖA)" an dem die Landkreise Tübingen (80 %) und Böblingen (20 %) beteiligt sind.
 
 

Infrastruktur

Insgesamt wurden rund 18 Mio. Euro in den Ausbau der Ammertalbahn investiert:


 

Fahrplan & Angebot

Der Zweckverband ÖPNV im Ammertal (ZÖA) als Eigentümer und Betreiber der Bahnlinie hat die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB), eine Tochterfirma der Deutschen Bahn AG, mit dem Bahnbetrieb beauftragt. Am 1. August 1999 konnte die Strecke in ihrer ganzen Länge wieder in Betrieb genommen werden. Das Fahrplanangebot sieht wie folgt aus:

An den Endpunkten Tübingen und Herrenberg besteht Anschluss zu den Zügen Deutschen Bahn bzw. der Hohenzollerischen Landesbahn. Sechs Zubringer-Bus-Linien schließen Orte, die nicht direkt an der Ammertalbahn liegen an diese an. Der Ammertal-Tarif ermöglichst es, Bus und Bahn mit nur einem Fahrschein zu benutzen.
 
 
 
Fahrzeuge

herrenberg_m.jpg (20198 Byte)Eingesetzt werden spurtstarke Dieseltriebwagen vom Typ Regio-Shuttle (Baureihe 650), die mit Klimaanlage, geräumigen Mehrzweckabteilen und Toilette ausgestattet sind. Mit seinen zwei je 257 kW starken Motoren kann der rote Triebwagen fast so schnell wie eine S-Bahn beschleunigen.

Bild: Regio-Shuttle der Ammertalbahn in Herrenberg

 

karte_k.jpg (3674 Byte) Wo liegt die Ammertalbahn?

Startseite